Kurbelwelle - Unterschiede

Fragen wie z.B: Paßt die Gabel der R an die S?

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Ulrich
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Kurbelwelle - Unterschiede

Beitrag von Ulrich »

Hallo,

wie Ihr ja schon wißt, bin ich dabei einen PD02 Motor von Grund auf zu überholen. Dabei bin auf etwas gestossen, wo ich mir noch keinen Reim drauf machen kann. Siehe dazu auch nachstehendes Bild.

Die linke Kurbelwelle stammt aus dem Motor, den ich überholen will. Die rechte Kurbelwelle liegt schon seit geraumer Zeit bei mir auf Lager und wartet auf ihre Verwendung.

Kann mir jemand sagen, ob es die rechte Welle in diesem polierten Zustand so mal serienmäßig gab?

Was bringt das Polieren an dieser Stelle?

Habe beim Messen des polierten Teils festgestellt, dass die beiden großen Scheiben der Kurbelwelle die mit dem Hubzapfen verpresst sind am Rand etwa 1 mm dünner sind als bei der Kurbelwelle links im Bild.

Bin schon wirklich gespannt auf Eure Meinung.

Gruß Ulrich
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Jörg
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Beitrag von Jörg »

Hallo, ich denke mal, das du da ein schönes Einzelstück hast. Ist wohl abgedreht um die Schwungmasse zu veringern, damit Sie wohl spritziger hochdreht.
Ich glaube mal gelesen zu haben, das durch polierte Oberflächen die Festigkeit erhöht werden kann, was die Bruch oder Reißfestigkeit angeht, da eine vollkommene Oberfläche keine Angriffspunkte oder Ausgangspunkte für Risse oder Brüche hat.
Beim abdrehen von Kurbelwellen muß man nur darauf achten, das das Wuchtverhältnis der gesamten Kurbelwelle nicht verändert wird.

Gruß Jörg
cj
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Beitrag von cj »

polieren des pleuels senkt die bruchneigung, die glatte oberfläche vermindert die kerbwirkung.http://de.wikipedia.org/wiki/Kerbwirkung
bei nem serien motor unnütz, oder hat hier schon einer n pleuelabriss gehabt der nicht durch andere faktoren erzeugt wurde?

das abdrehen der kurbelwangen, so heissen die scheiben richtig, bringt bei 1mm im durchmesser nichts spürbares. da kommt nicht genug masse zusammen dass man davon was merkt.
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hiha
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Beitrag von hiha »

Der ewige Grubenhund, dass polieren was Gutes sei, ist einfach nicht tot zu kriegen:
Polieren des Pleuels STEIGERT die Bruchneigung, und zwar ganz erheblich, gegenüber dem rohen Schmiedeteil.. Wenn nach dem Polieren nicht Kugelgestrahlt wird, sollte man lieber die rohe Schmiedehaut lassen. Übrigens: Das einzige mir bekannte gerissene XL-Pleuel war am oberen Auge poliert worden.
Hier ein seriöser Dauerfestigkeitsvergleich:
http://www.nefo.med.uni-muenchen.de/~hi ... enshot.jpg

Beispiele gibts genug, seit der Zeit der Dampfmaschine ist das kein Geheimnis. Warum trotzdem immer wieder poliert wird, ist ein Rätsel.

Gruß
Hans
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tommot
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Beitrag von tommot »

Hi
Das wusst ich so auch nicht.
Deutliche Stastistik jedenfalls.
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alttec
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Beitrag von alttec »

Hallo,

es gibt zwar zwei verschiedene Bestellnummern für die Kurbelwellen der S und R Modelle, die werden aber von Honda umgeschlüsselt auf die Bestellnummer der FT500.

Somit scheint es keine gravierenden Unterschiede zu geben.
Schöne Grüsse

Erik
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Kristian
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Beitrag von Kristian »

Das Polieren vermindert die Reibungswiderstand ein wenig, wenn Welle und Pleul durch die aufgewühlte Öl-Gischt sausen.

Ob das wirklich spürbar ist? Ich glaube nicht. Einen messbaren Zuwachs von 1-2 PS bei Höchstdrehzahl könnte ich mir dennoch vorstellen...
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cj
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Beitrag von cj »

Kristian hat geschrieben:Einen messbaren Zuwachs von 1-2 PS bei Höchstdrehzahl könnte ich mir dennoch vorstellen...
ich mir nicht.
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Kristian
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Beitrag von Kristian »

Zieh mal nen Kochlöffel langsam durch die Badewanne.

Und dann noch einmal sehr schnell, der Widerstand steigt erheblich.

Und nun mach das 6000 x in der Minute. Das kostet jede Menge Energie.


Ähnlich die Panscherei im Ölsumpf, und wenn man von dieser Energie 30% durch Reibungsverminderung einsparen kann könnte schon ein kleines PS-chen zusammenkommen...

Was glaubst Du was der XL-Motor für eine Leistung haben könnte wenn er nicht seine ganzen inneren Widerstände überwinden müsste!?

Geht mir manchmal auch so... 8)
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cj
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Beitrag von cj »

nur dass der löffel im motor nicht durch die suppe rührt, so hoch steht das öl nicht.
wenn doch ist zu viel drinne oder der konstrukteur sollte sich n neuen job suchen.
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Kristian
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Beitrag von Kristian »

Im ganzen Gehäuse trieft, spritzt und suppt das Öl wild durch die Gegend. Zumindest bei artgerechter Fahrweise...
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cj
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Beitrag von cj »

dann schwenk deinen löffel mal bei regen und bei sonnenschein. :wink:
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hiha
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Beitrag von hiha »

Polieren wird da wohl nix bringen, aber aerodynamische Messerpleuel, also nicht mit doppelT-, sondern mit ovalem Querschnitt bringen was. Das kann man tatsächlich messen, aber erst bei höchsten Drehzahlen. Unter Anderem aus diesem Grunde werden bei den Formel Einsern die Kurbelgehäuse evakuiert.

Gruß
Hans
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timundstruppi
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Beitrag von timundstruppi »

??
die Fomel eins bläst nichts an den Ringen vorbei?
Man kann etwas UD erzeugen, wenn das Kurbelgehäuse am Ansaugrakt angeschlossen wird.
Bei manchen (Pkw)Motoren schmatzst es im Leerlauf am Kurbelwellensimmerung und der Motor geht beim Ziehen des Messstabes oder beim Öffnen des Öldeckels aus. Hier geht die KGE hinter der Drosselklappe an den Ansaugtrackt. (Falschluft)
Gruß TW
Der 4Takter: Saugen, pressen, knallen, stoßen
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hiha
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Beitrag von hiha »

Die haben fette Unterdruckpumpen drin.
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