Nockenwelle - Böse Überraschung

Fragen wie z.B: Paßt die Gabel der R an die S?

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Ulrich
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Beitrag von Ulrich »

Hallo,

seid bitte gnädig mit mir, wenn ich mir als Elektroniker und Betriebswirtschaftler jetzt die Frage erlaube wie ich Peters Erkenntnis für mich werten muss?

Reparierbar oder Schrott?

Gruss Ulrich
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peter
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Beitrag von peter »

hallo ulrich,

wenns den wirklich halten sollte empfehle ich eine neue welle.

gruss peter

p.s. natürlich kann man alles reparieren, die frage stellt sich aber wie lange es halten muss ?
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hiha
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Beitrag von hiha »

torstili65 hat geschrieben:hiha? bist du sicher das die nockenwelle guss ist? lässt sich guss oberflächenhärten? ich denk wenns guss wär ,wäre die ecke schon rausgebrochen soweit wie der spalt schon offen ist. wie ich schon meinte zu nem profischweisser damit,wenn er was drauf hat bekommt er auch raus was es für material ist.
Die Nockenwelle ist mit 100%iger Sicherheit aus Grauguss. Jeder Grauguss, auch Unlegierter, lässt sich entweder induktiv- oder Flammhärten, oder erstarrt gleich an der Nockenoberfläche durch Abschreckschalen in der Form zu weissem Grauguss. Da brauchts keine Materialanalyse. Stahlguss scheidet aus, die Laufeigenschaften wären unmöglich, ausserdem spricht die Bruchstelle Bände-->Kein Stahlguss. Immer noch ist Schalenhartguss der von den Gleiteigenschaften und der Haltbarkeit her der geeignetste Werkstoff für Nockenwellen. Gebaute Nockenwellen im Serien-Automotorenbau mit gesinterten Nocken macht man erst seit wenigen Jahren, und ausschließlich aus Kostengründen, denn Schalenhartguss ist vergleichsweise teuer. Motorräder mit Rollenkipphebeln haben öfter mal Stahlnockenwellen, denn die Rollen brauchen nicht so gute Gleiteigenschaften.

Gruß
Hans
torstili65
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Beitrag von torstili65 »

na gut.dann wirds mit schweissen schwieriger.vor allem sollte dann nicht nur die offensichtlich aufgeplatzte stelle geschweisst werden.da muss dann mindestens noch ein riss sein der auch wieder geschweisst müsste.oder eben hartgelötet,aber da hätt ich bange um die festigkeit.das bestärkt mich darin die schrauben dort sinnig anzuziehen,guss kann solche spannungen sehr schlecht aufnehmen.
es geht immer irgendwie weiter...bis es zuende ist
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hiha
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Beitrag von hiha »

Hartlot hat eine höhere Festigkeit als Grauguss, und ist zäher. Es verbindet sich -wenn mans richtig macht- sehr gut mit Grauguss. Ich hätt keine Angst damit, aber wie schon weiter oben geschrieben, ist die Nockenwelle von den Lagerstellen und Nocken her, eh nahe am Vollschrott. Also weg damit.

Gruß
Hans
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volkerxl
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Beitrag von volkerxl »

hans, du machst mir hoffnung. ich habe 2x xr nockenwellen liegen, wo genau der hier beschriebene defekt vorliegt. eine ist mal geschweißt worden, mit mag, bischen beschliffen und dann wieder verbaut. die zweite allerdings habe ich aus dem betrieb genommen. genau aus dem grund, wie reparieren und so. einen fachschweißer zu finden bekomme ich hin :razz:
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-low
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