Welcher Lack?

Fragen wie z.B: Paßt die Gabel der R an die S?

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nitya
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Welcher Lack?

Beitrag von nitya »

Moin,
ich habe heute mal meine XL außeinander geschraubt. Tank, Schutzblech, Fender und Seitendeckel wollte ich neu lackieren. Jetzt meine Frage:
Ich habe Zugriff auf eine Lackierkabine. Soll ich das nutzen oder soll ich einfach mit Spraydosen lacken? Was meint ihr wäre billiger?
Habt ihr eine Idee welchen Lack ich nehmen soll? Also Baumarkt oder kennt jemand ne Internetseite die günstig gute Lacke anbieten?

Vielen Dank für eure Hilfe.

Grüße aus dem Süden

Nitya

edit: wie muss ich die zu lackierenden teile vorbereiten?
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Scooterbc
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Beitrag von Scooterbc »

Spraydosen: Du brauchst Haftvermittler, Filler Lack und Klarlack
Lackieren in Kabine: brauchst Du das gleiche wie oben zus. Verdünner und alles im System passend

Mein Tipp: geh zu einem Lacker der auch was privat macht (viele Lacker haben in der Garage ne "Kabine", da stimmt die Qualität zum Preis.
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XL-Freak
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Beitrag von XL-Freak »

Scooterbc hat geschrieben:Spraydosen: Du brauchst Haftvermittler, Filler Lack und Klarlack
Moin,

ich hab meine Teile normal mit Spraydosen gemacht .

Das Ergebnis:Bin zufrieden

Man sollte aber drauf achten 2K Klarlack zu nehmen (Benzinfest ) ;)

Naja mein Lack ist auch nicht ganz Originol :idea:

http://www.vopselealsa.ro/images/candy02_L.jpg

Najaa.... :roll:

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nitya
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Beitrag von nitya »

hey
ja schwarz wäre mir immernoch zu teuer... muss es selber machen. Ja würdet ihr eher mit der becherpistole empfehlen oder passta das auch mit der sprühdose. was ist filler? ist das der normale farblack?

danke schon mal
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Scooterbc
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Beitrag von Scooterbc »

Na dann möchte ich Dir den Ablauf mal an Hand eines Kunststoffseitendeckels erläutern: (bei Blech sparst Du den Haftvermittler und Plastifzierer)
Alles wohlgemerkt aus einem System!!!!!

nach dem Nassschleifen und Spachteln erst mal alles mit Silikonentferner oder den. Alkohol sauber entfetten. Verdünnung kann die Spachtelmassen anlösen.


Haftvermittler für Kunststoff aufspritzen, ist durchsichtig und nicht filmbildend.

Filler (angedickte Farbe die wieder teilweise heruntergeschliffen wird, auch "verdünnter Spachtel" oder Grundierung) mit Plastifizierer (brauchst Du damit der Lack bei Kunststoff nicht reißt) im richtigen Mischungsverhältnis mischen und aufspritzen. Trocknen lassen und je nach Geschmack mit zwischen 400er bis 1000er Naßschleifpapier das endgültige Finish herstellen.

Wieder entfetten

Lack mit Plastifizierer im richtigen Verhältnis mischen, aufspritzen, trocknen

Mit scotch Schleifschwamm Lack anrauhen, entfetten

Klarlack mit Plastifizierer....(Du weißt schon) versetzen und aufspritzen.

Nicht beschrieben sind die vielen Reinigungsschritte der Pistole, die Schwierigkeiten läuferfrei zu arbeiten

Rechne mal das Material durch, dann weißt Du warum 100,--€ unter der Hand nen Schnäpchen sind.
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wooki
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Beitrag von wooki »

filler ist füller, der ist zum auffüllen von schleifspuren.
mit der dose kann man genauso gut lackieren wie mit der pistole.
alles eine sache der übung ! ich gehe aber auch lieber in die Kabine. mit pistole ists mir lieber. hab aber auch schon toll mit der dose gelackt !
wie man will.....
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Kristian
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Beitrag von Kristian »

Keine Frage, der Lackierer kann es besser als ich es mit der Dose hin bekomme. Aber nicht gerade bei Sonne unter optimalen Bedingungen betrachtet, ist der Unterschied nicht sooo groß.

3x durchs Gelände mit Gestrüpp usw., dann hat die Profi-Lackierung einen Zustand wie es aussehen würde, wenn man es mit der Dose in der Garage gemacht hätte...

Kommt also drauf an, ob ich ein perfekt reatauriertes Möppi für den Sonntagsausflug haben möchte, oder ob ich auch mal im Gelände meinen Spaß haben will. Und die XL macht im Gelände Spaß!!! a0

Und jedesmal rumheulen weil ich mich hingelegt habe oder mal durch die Büsche musste und die Kratzer in der Perfekt-Lackierung seelisch nicht verarbeiten kann wäre doch doof...
Bub, bub, bub...
cj
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Beitrag von cj »

nitya hat geschrieben:hey
würdet ihr eher mit der becherpistole empfehlen ?
kannste damit überhaupt umgehen?
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nitya
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Beitrag von nitya »

nein aber der vater meiner freundin kann das....
aber ich glaube ich mach das mit spraydosen. kommt glaub ich billiger und wenigstens ein bisschen stressfreier :)

edit: hat jemand schon mal erfahrung mit 2k einschichtlacken gemacht? hab da so was gefunden wo man nicht noch mit klarlack drüber muss
PeterB
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Beitrag von PeterB »

Hallo Nitya,

Schnäppchen in Dosen gibt es z.B. hier:

http://www.profiautolacke.de/Uebungslac ... ::128.html

:D

Man kann das mit Dosen hinkriegen, aber rechne doch nochmal cj's Anweisung durch....
Vielleicht kannst Du etwas sparen, wenn du ein paar Euronen in schleifpapier und kohlenstaub investierts: Dann heisst es schmiergeln, schmiergeln, schmiergeln ... und Du ahnst schon, schmiergeln :D
Wenn Dir dann aufgebrachter Kohlenstaub keine Kratzmuster mehr zeigt, machts Dir der Lackierer vllcht. etwas günstiger.
Wenn Du dann soweit bist, geht sicher auch der Einschichtlack aus der Dose. Beim Kunstoff (sind ja ausser des Tanks nahezu alle lackierten Teile) glaube ich allerdings, dass das nix Vernünftiges werden kann.

beste grüße
peterb
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Beitrag von XL-Freak »

Moin hab meine Teile mit Standox 2K Klarlack gemacht.
Also das Ergebnis ist perfekt,kann man nicht meckern.
Kein laufen oder sonstiges echt geil.

:!: NACHTEIL:Der Klarlack ist nach hinzugeben der Härters(durch drücken eines stiftes) nur 3Tage haltbar dann ist die Dose Knallhart und kann ab in die Tonne.:!:

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Kristian
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Beitrag von Kristian »

Peter, Du hattest doch mal einen Tipp zum "neutralisieren" vom Stahlblech.
Also zur Verminderung der Korrosionsfreudigkeit.

Gute Primer beinhalten dazu Phosphorsäure soweit ich mich erinnere. Bekommt man die so zu kaufen?

Oder reicht das einpinseln mit Cola? :D

Vielleicht kannst Du hier mal kurz beschreiben was Du uns zur Behandlung von rohem bzw. frisch geschliffenem Stahlblech empfiehlst!

Danke Dir!
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nitya
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Beitrag von nitya »

ich hab mir mal ein paar produkte rausgesucht. wenn ich 2k einschichtlack benutze dann entfällt ja der klarlack oder? :

http://www.profiautolacke.de/Verduennun ... ::160.html

http://www.profiautolacke.de/Spachtel-G ... :1894.html


http://www.profiautolacke.de/Spachtel-G ... :2724.html

http://www.profiautolacke.de/Uebungslac ... :2422.html


passt das alles?
damit komm ich so auf ca 40 euro. plus schleifmittel (10 euro?? ) wären das so 50 euro.....


grüße


edit: wenn ich das ganze mit der pistole machen würde komm ich so auf 80 euro:

http://www.profiautolacke.de/Spachtel-G ... :1424.html

http://www.profiautolacke.de/Klarlack-H ... :1084.html

http://www.profiautolacke.de/Autolack/2 ... :2663.html

http://www.profiautolacke.de/Klarlack-H ... ::890.html

.....
cj
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Beitrag von cj »

Kristian hat geschrieben:Phosphorsäure . Bekommt man die so zu kaufen?
ja, gibt es auch im grossen auktionshaus.
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PeterB
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Beitrag von PeterB »

@ nitya

Wenn Du ordentlich arbeitest (Kohlenstaub nicht vergessen!) wird das schon gut aussehen werden :D . Hast halt keinen Weichmacher im Endlack - ich hätte da Kopfschmerzen wegen der Dauerhaltbarkeit/Rissfestigkeit. Immerhin ist das Heckteil der "S" aus Blech.

@ Kristian

Ich nehme Phosphorsäure nur bei stark verrosteten Teilen sonst machts keinen Sinn - und da vllcht. auch nicht wirklich.
Also, losen Rost mit Drahtbürste entfernen. Teile ein bis mehrere Tage in 10 % Essigsäure einlegen, halt so lange bis sich der Rost mit Lappen und Bürste entfernen lässt. Teile wässern und mit 10% ortho-Phosphorsäure einpinseln.
Sich bildende Metallphosphate sind eher gräulich, Mischoxide/phosphate vom Rost werden schwärzlich. Diese schwarze Pest ist weniger wasserdurchlässig als der braune Rost der Eisenoxide. Man nennt die Säure auch daher Rostumwandler, weil Oxide teilweise in Phosphate verwandelt werden. Ist dein Werkstück nun metallisch blank und sauber, macht eine Phosphorsäurebehandlung wenig Sinn, weil Du die gräulichen Metallphosphate eh wieder wegschmirgelst und das Werkstück mit Grundierung oder Verzinkung behandelst.
Bei einem verotteten Auspuff hoffe ich allerdings, dass die P-Säure in Schichten eindringt, die man nicht einsehen kann.

Phosphorsäure ist eine relativ schwache Säure und als Lebensmittelzusatz zugelassen. Auch wenn ich mir damit die Hände waschen würde, ist ungeübten Anwendern die Lektüre des technischen Datenblatts und Einhaltung von Sicherheitsvorschriften beim Umgang mit Chemikalien anzuraten.

beste grüße
peterb
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