Ölfilter und Ölkühler, aber wie?

Fragen wie z.B: Paßt die Gabel der R an die S?

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tomtomjump
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Ölfilter und Ölkühler, aber wie?

Beitrag von tomtomjump »

Hallo,

bin gerade dabei aus einem FT und einem XL Getriebe eines zu machen. Nun stellt sich die Frage welches Gehäuse nehm ich. Ich wollte eigentlich wieder nen Ölfilter dazu bauen. Da ich gerne Endurowanderungen mache kommt die Beule vom FT Getriebe nicht in die Tüte. Es ergeben sich meiner Meinung nach zwei Lösungsansätze:

Plan 1 ist, dass ich mir unten an das FT Getriebe nen Adapterdeckel aus Alu fräse und den Ölfilter externisiere.
+ Ich ändere vom Prinzip an dem FT System nicht viel und weiß, dass die Pumpe für das geeignet ist.
- Ich hab das Getriebe in den Rahmen mal reingesteckt und festgestellt, dass der Aludeckel kaum auftragen darf, damit der Unterfahrschutz nur mit Biegen noch zu montieren ist.
- Ein Ölkühler nach dem Filter würde im kalten Betrieb auch schon das Öl kühlen. Also bräucht ich einen Thermostat.

Den Flo für Idee 2 hat mir, soweit ich weiß, ein Beitrag von Heinz (hbmjka) ins Ohr gesetzt. Hierfür würde ich wohl das XL Getriebe verwenden. Und zwar irgendwo am Getriebe Öl entnehmen und mit einer externen elektrischen Pumpe durch Ölfilter und Kühler pumpen.

+ Ich ändere nichts an dem originalen Ölkreislauf.
+ Mit einem Thermoschalter wird das Öl nur gepumpt/gekühlt wenn der Motor auf Betriebstemperatur ist.
+ Ich kann das gekühlte Öl am vorderen Ventileinstelldckel wieder einführen. => kühlen Kopf bewahren.
- Das Öl wird nur gefiltert wenns warm ist.
- Die Pumpe wird wohl unterm Ölstand keinen Platz finden. Also selbstansaugend oder ein Rückschlagventil.
- Die Pumpe muss öl- und hitzebeständig sein. Kunststoff problematisch...

Ich hab mal bisschen nach Pumpen gesucht, aber eigentlich nichts optimales gefunden:

http://cgi.ebay.de/Benzinpumpe-Kraftsto ... 5ad61899b5
Nicht selbstansaugend. Temperaturbeständigkeit??

http://www.isa-racing.com/product_info. ... pumpe.html
Eigentlich schon zu teuer und auch nur 110°C.

Naja, bin eigentlich fast schon wieder soweit, dass ich das ganze bleiben lasse, weil einfach jede Idee ein relativ hoher Aufwand bedeutet. Kauf mir wohl besser ein Thermometer und mach ein paar Pausen...
Ewigkeitsbaustellen kratzen schnell an der Motivation.


MfG

Tom
Gruß Tom
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der Geier
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Beitrag von der Geier »

Mahlzeit!

Ich hatte schon mit ner Orginalpumpe in nem selbstgefräßten Gehäuse im Totraum unter der Ausgangswelle im Ölsumpf gespielt. Abgang nach hinten unter der Schwinge durchs Motorgehäuse, Einleitung durch Zylinderkopfdeckel (mit Überdruckventil), die Steigleitung im Zylinder blockiert. Muß nur noch das Antriebsproblem lösen.

Greetz, der Geier, Ölfuß
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Dominik
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Beitrag von Dominik »

Ich finde ja, dass ein modifiziertes FT-Gehäuse nach wie vor der effektivste und einfachste Weg sein dürfte. So wie wir es hier schon einmal diskutiert haben.

Im Prinzip gibt es die beiden Varianten
a) Adapter für die FT-Ölwanne (musst halt eventuell ein bißchen den Motorschutz ausbeulen)
oder
b) die FT-Ölwanne verschließen und am Kupplungsseitendeckel abzapfen.

Müsste sich doch beides relativ einfach realisieren lassen.

Viele Grüße,
Dominik
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tomtomjump
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Beitrag von tomtomjump »

Hallo,

@Geier:

Hätt ich nicht gedacht, dass man ins Getriebe nochmal irgendwo ne Ölpumpe verstecken kann. Was ich interessant finde, ist die Idee mit den Ölleitungen an der Schwinge vorbei legen.

@Dominik

Genau dir wollt ich wieder ein bisschen auf die Nerven gehen. :D Hast mir damals schon gut weitergeholfen. Knapp zwei Jahre danach bin ich endlich zeitlich einigermaßen in der Lage das Projekt umzusetzen.

Ich hab irgendwo heute ein Bild von deinem Ölkühlerschlauch aus dem Seitendeckel gesehen. Der Schlauch schien transparent. Welches Material ist das?

Habe nun Idee 2 verworfen und zu Idee 1 konkretere Pläne gefasst. Der Deckel wird wohl aus zwei Scheiben bestehen. Die erste ist aus 4mm starkem Alu und hat ein relativ großes Loch. Darüber mache ich ein Sieb und einen Kanal zur Ansaugbohrung. Darunter befindet sich eine Stahlplatte, welche komplett verschlossen ist. An dies löte ich dann die Anschlüsse für die Filterschläuche.

Zum Ölfilter wollte ich normale Hydraulikschläuche verwenden. Wenn ich mir aber Dominiks Schläuche so ansehe, erscheints mir etwas überdimensieniert. Vor allem wirds mit dem Unterbodenschutz relativ eng.

Als Filter hab ich mir den rausgesucht.
http://cgi.ebay.de/Olfilter-FIAT-CINQUE ... 5638978cce
Weiß noch jemenden einen dezenteren Gehäuseölfilter? Den hätte ich dann à la Schneeräumdienst befestigt. (Aber nicht so, dass mir beim Öwechsel erstmal ein halber Liter Öl entgegen kommt. :roll: ) Oder mit der Geierschen Schlauchverlegung unterm Vergaser. Aber wohl zu fummelig.
Gruß Tom
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Dominik
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Beitrag von Dominik »

Genau dir wollt ich wieder ein bisschen auf die Nerven gehen.
Gerne :D . Ich muss gleich ins Kino, deswegen nur eine ganz kurze Antwort auf die Schnelle:
Der Schlauch schien transparent. Welches Material ist das?
Der transparente Schlauch (war irgendein Benzinschlauch oder so etwas) war nur ganz kurz drauf, um bei der Inbetriebnahme das Öl laufen zu sehen. Inzwischen ist ein gewebeummantelter Ölschlauch dran.

Bei der Dimension des Schlauchs würde ich mich einfach an den Innendurchmessern der Ölbohrungen im Gehäuse orientieren. Dann kann nichts schief gehen.

So, jetzt muss ich aber weg,
Dominik
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der Geier
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Beitrag von der Geier »

tomtomjump hat geschrieben:Hallo,

@Geier:

Hätt ich nicht gedacht, dass man ins Getriebe nochmal irgendwo ne Ölpumpe verstecken kann. Was ich interessant finde, ist die Idee mit den Ölleitungen an der Schwinge vorbei legen.

... Oder mit der Geierschen Schlauchverlegung unterm Vergaser. Aber wohl zu fummelig.
Mahlzeit!

Ich spruch von einer Zusatzpumpe IM Motor unter der Ausgangswelle. da ist deutlich Platz

1 (ein) Ausgang waagerecht DURCH das Motorgehäuse unterhalb der Schwingenlagerung, oberhalb der unteren Rahmen/Motorblockschraube in Fahrtrichtung nach hinten.

Greetz, der Geier, wo du den Druckschlauch dann zum Filter/Kühler führst bleibt natürlich deiner Fantasie überlassen. :wink:

In den Siebzigern haben wir auf unseren Rennkawas die Kühler auf dem Heckbürzel montiert...
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Dominik
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Beitrag von Dominik »

Ich verstehe gerade nicht genau, weshalb du zwei Platten übereinander legen willst. Soll die erste so etwas wie ein Distanzstück werden, damit eine Art Mini-Ölwanne ensteht, aus der die Ölpumpe das Öl schlürft? Das zweite (Stahl-)blech bildet dann den Boden der Mini-Ölwanne? Und das Sieb kommt zwischen Distanzstück und Motorgehäuse?

Richtig so?

Viele Grüße,
Dominik
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tomtomjump
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Beitrag von tomtomjump »

:D Genau so!!
Könnte so funktionieren, oder? Nächstes Wochenende gibts Bilder von den Platten.
Ich brauch noch ein Sieb. Die für Küchenbedarf sind zu grob.
Gruß Tom
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hbmjka
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Beitrag von hbmjka »

tomtomjump hat geschrieben::D Genau so!!
Könnte so funktionieren, oder? Nächstes Wochenende gibts Bilder von den Platten.
Ich brauch noch ein Sieb. Die für Küchenbedarf sind zu grob.
Hallo!

Gib mal beim Auktionshaus ein:
Garten / Teich / Filtersiebe (Bogensieb), Meterware.
Manche sind so fein - da geht das Öl kaum durch.
Kann man mit einer Schere zuschneiden.

Man kann sich für 1€ ein 5 X 5 cm großes Muster bestellen.
Das reicht doch schon - oder?

Gruss Heinz
Positiv denken - IMMER!
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Dominik
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Beitrag von Dominik »

Das wird schon funktionieren. Ich habe gerade einmal versucht, ganz allgemein Überlegungen zur Konstruktion des Siebes und der Platzierung der Ansaugbohrung anzustellen:

Das Sieb muss gut erreichbar sein, um es gelegentlich reinigen zu können. Das Sieb soll möglichst groß sein, damit auch dann noch genügend Öl durchfließt, wenn Teile des Siebs verstopft sind. Das Sieb ist meist in einer Ansaugglocke untergebracht und die Pumpe saugt das Öl immer von oben durch das Sieb, so dass sich keine größeren Teile auf das Sieb legen können. Die Ansaugstelle ist mit einigem Abstand zum Ölwannenboden angebracht, damit die Pumpe nicht den ganzen Ölschlamm ansaugt.

Ich denke, dass bei deiner Konstruktion eigentlich alle Punkte beachtet sind. Bis auf den mit der Saugrichtung durch das Sieb. Bei deiner Konstruktion werden alle ausgesiebten Teile auf dem Sieb zu liegen kommen und den Durchfluss behindern. Andererseits ist die Fläche des Siebes auch relativ groß, so dass es wahrscheinlich auch wieder nicht so schlimm ist. Ich würde allerdings die Inspektionsintervalle für das Sieb recht kurz halten und es erst einmal bei jedem Ölwechsel kontrollieren. Ist ja kein Problem, weil du recht gut dran kommst.

Alternativ könntest du dir auch mit dem Original-XL-Sieb eine Glocke basteln und einbauen. Ich hätte schon eine Idee, wie man die platzieren könnte, so dass sie gar nicht aufträgt :D .

Viele Grüße,
Dominik
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tomtomjump
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Beitrag von tomtomjump »

Hallo,

@Heinz:

Gute Idee! Da werd ich gleich mal schauen. Danke!!


@Dominik:

:D Ich glaub ick kann dir folgen. Und wenn ich darüber nachdenke. Was war nochmal schnell der Vorteil wenn ich das FT-Gehäuse verwende????

Ach ja weil ich bei dem XL-Getriebe nicht den gesamten Ölstrom filtern könnte, oder? Und die Förderleistung der Ölpumpe ist bei der FT-Pumpe höher, oder? Hab beide Pumpen noch nicht verglichen.
Gruß Tom
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Dominik
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Beitrag von Dominik »

Genau! Vorteile sind: Der komplette Ölkreislauf wird gefiltert. Dadurch bleibt auch die Verteilung des Öls in Gleichgewicht. Die Ölpumpe fördert geringfügig mehr Öl. Ist aber nicht viel. Kann es dir zuhause heraussuchen. Steht im WHB. Zuletzt - und vielleicht am wichtigsten - hast du die passenden Bohrungen für den Filter im Gehäuse.

An deiner Stelle würde ich den Umbau so vornehmen, wie von dir geschildert. Die Fläche des Siebs ist so groß - wie soll das je verstopfen? Ich würde es halt bei jedem Ölwechsel kontrollieren. Sicherheitshalber würde ich den ersten Wechsel vielleicht schon nach 500 bis 1000 km machen. Dann siehst du schon wieviel Schmodder da drin hängt.

Viele Grüße,
Dominik
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Dominik
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Beitrag von Dominik »

Die XL-Pumpe fördert bei 5000 U/min 4,9 l/min, die FT-Pumpe schafft 5,2 l/min.

Viele Grüße,
Dominik
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timundstruppi
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Beitrag von timundstruppi »

Hallo Mitdenker,
ich habe 85 mal die Ventile eingestellt und die Xl gestartet. Da ich die beiden Schrauben am Lima denkel vergessen hatte, hatte die Xl es geschafft mir schön das Öl ans Bein zu piXXen. :roll:
Die Menge und das Pulsieren brachten mich auf eine Idee.
Wäre es möglich mit einem 12mm Schlauch das Öl aus der Wanne irgendwie nach oben zu bekommen und hier die KG-Entlüfttung aufzubauen. (Also alte KGE verschließen) Einen Teil in den ZK zu leiten und über eine Ölkühler den Rest zurück in die Wanne.
Folgende weiter Effekte unterstützen den Effekt:
RS-Ventile in den Leitungen
Totvolumen oben schaffen zur Beruhigung
Resonanzeffekte über Leitungslängen nutzen, um Rictungen vorzugeben

Ich weiß. dass der KG-Druck in beide Leitungen drückt (Vor- und Rücklauf), daher oben genanntes irgendwie mit nutzen, damit man eine Fließrichtung hat.
Alles hängt von der Drehzahl, dem Öl und dem Durchblasen des Motors ab...also wer zieht das erste Kondom über die KGE?

KGE-Ölschnotternebel senkt übrigens die Klopfgrenze...gerade bei Tuning-Saug Motoren und TURBOS erst recht:wink:(ich sag jetzt nicht Quattro)

Ein Filter wird da aber nicht integrierbar sein.

Gruß TW
Der 4Takter: Saugen, pressen, knallen, stoßen
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Dominik
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Beitrag von Dominik »

Das Problem wird sein, dass der Druck auch über den Steuerkettenschacht in den Zylko und von dort in die Entlüftung gelangen kann und natürlich den Weg des geringsten Widerstandes nimmt. Oder verstehe ich dich falsch?

Viele Grüße,
Dominik
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