Oelsiff am Zylinderkopf und die Abhilfe? Mehrleistung?

Fragen wie z.B: Paßt die Gabel der R an die S?

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Siggi666

Oelsiff am Zylinderkopf und die Abhilfe? Mehrleistung?

Beitrag von Siggi666 »

Hallo erstmal,

Ich hab da eine Idee.
Wie wäre es, die Kurbelgehäuse-Entlüftung mit einem Rückschlagventil auszustatten?

So dass der Motor nur bei der Kolbenbewegung nach unten über die Entlüftung aus dem Kurbelgehäuse über das Rückschlagventil Luft ausstossen kann und bei der Kompression keine Luft wieder ansaugen kann. Das führt dazu, das im Kurbelgehäuse ein permanenter Unterdruck entsteht. Dadurch sollten Ölleckagen im Betrieb nicht mehr auftreten können.

Mein Industriebedarf und Kugellagerhändler sagte mir, das standard Simmerringe locker etwa 1 bar Druckunterschied verkraften können. Soweit muß es aber garnicht kommen, da die Verhältnisse von Hubraum zu Schadraum im Kurbelgehäuse (jetzt mal ohne Messungen und rein geschätzt) maximal einen Unterdruck von etwa 0.4 bar zulassen.
Der Leistungszuwachs wäre gerade diese 0.4 bar mehr Unterdruck unter dem Kolben zu dem Überdruck im Verbrennungsraum.

Jetzt nur die Frage: Saugt die Ölpumpe bei dem Unterdruck noch zuverlässig an?
Sherpa

Beitrag von Sherpa »

Zum Thema Rückschlagventil kann ich jetzt auch nicht helfen. Den Siff kann man aber mit einer Ventildeckelentlüftung mit Sicherheit minimieren, wenn nicht sogar ganz vermeiden!
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HoraX
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Beitrag von HoraX »

über die ölkleckereien am kopf ist ja hier im forum schon viel geschreiben worden.
die entlüftungen, sowohl kurbelgehäuse als auch ventildeckel helfen da nicht wirklich. der kopf wird meiner meinung nach auch nicht durch zu gr. druck undicht, sondern weil die dichtungen/verschraubungen einfach nicht ok sind.

wenn es sich um ölaustritt zw. zylinkderkopf und ventildeckel handelt sind (fast) immer die gewinde im kopf und/oder nicht plane dichtflächen schuld. dazu noch dichtmasse die nix taugt und es geht los.

ansonsten könnte bei öl zw. kopf und zylinder noch die kopfdichtung schuld sein. war bei mir auch hinüber, trotz original metalldichtung.

fazit: alle gewinde instandsetzen, kopf richtig montieren, richtige dichtmasse verwenden.
die ventildeckelentlüftung schadet nicht, hilft aber auch nicht eine bestehende leckage zu meistern.
ein versuch mit unterdruck wäre mir persönlich zu riskant. ist ja sowieso sehr ölempfindlich, die xl.

schöne grüße
Peter (Horax)
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rroem
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Beitrag von rroem »

also ich hab mittlerweise den Eindruck, dass die Engine ihr Öl schon aus den Poren im Alu selbst rausdrückt.

An völlig unmöglichen Stellen siffts raus, und 3 Tage später ist das wieder trocken und an ner anderen Stelle leckt was.
An den Stellen, wo es eigentlich raussprudeln müsste, weil da die Schraub nicht mehr hält, ist kaum was, und an anderen Stellen wo eigentlich nix sein kann, ist alles voll.
Hab dann mal alles abgeputzt und mal genau nachgesehen, aber die Stellen sind kaum auszumachen.
Ein bischen scheint zu bringen, wenn man alle Schrauben nach jeder Fahrt nachzieht (jedenfalls die, die noch nachzuziehen gehen).

Gru´ß, ralf
leider hab ich meine XL nicht mehr, habe nun DR650
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peter
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Beitrag von peter »

hallo ralf,

die schrauben im warmen oder heissen zustand nachziehen ist nicht sehr geschickt und wiederspricht der allg. grobmechanik.

der einzige vorteil mit dieser prozedur die gewinde und schrauben gehen schneller ins nirwana und die leckage wird noch grösser.

gruss peter
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